Streckenführung ab Fahrplanwechsel 2025/26
Wieso fährt die mit dem Tramnetz Süd angekündigte Linie 5 zur Erhöhung der Kapazität auf der Forchstrasse noch nicht bis Rehalp?
Damit die Linie 5 bis in die Rehalp fahren kann, braucht es bei der Haltestelle Rehalp eine zweigleisige Wendeschlaufe. Der Bau dieser Wendeschlaufe verzögert sich und ist voraussichtlich für 2026 geplant. Mit dem nächsten Fahrplanwechsel können dann Linie 4 und Linie 5 bis in die Rehalp verkehren.
Die Linie 5 fährt noch nicht bis Rehalp. Bleibt somit die versprochene und dringend benötigte Erhöhung der Kapazität entlang der Forchstrasse aus?
Nein, die Erhöhung der Kapazität wird mit der Linie 4 erreicht. Aufgrund der Baustelle am Bahnhofquai verkehrt die Linie 4 im Fahrplanjahr 2026 während den Spitzenzeiten alle 3.75 Minuten statt 7.5 Minuten. Mit der Verdoppelung des Takts der Linie 4 kann die Kapazität erhöht werden. Zudem kommen auf dieser Strecke Flexity-Trams zum Einsatz, die mehr Platz bieten.
Wieso kann der Takt der Linie 4 verdoppelt werden?
Der Takt der Linie 4 kann während dem Fahrplan 2026 verdoppelt werden, weil die Linie 4 aufgrund der Baustelle am Bahnhofquai mit der Linie 13 gekoppelt wird. Die Linie 13 wird während den Stosszeiten im 3.75-Minuten-Takt durch die Bahnhofstrasse geführt, um dort die Kapazitäten zu erhöhen. Folglich fährt auch die Linie 4 in den Stosszeiten im Takt von 3.75 Minuten.
Weshalb kann die Linie 4 nicht auch in Zukunft im 3.75-Minuten-Takt fahren?
Ab Fahrplanwechsel 26/27 verkehrt neben der Linie 4 auch die Linie 5 nach Rehalp. Die ÖV-Kapazität entlang der Forchstrasse bleibt somit im Vergleich zu 2026 erhalten. Anstatt einer einzelnen Linie alle 3.75 Minuten fahren dann zwei Linien – die Linie 4 und die Linie 5 – jeweils alle 7.5 Minuten.
Die Linie 4 fährt ab Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wieder bis Bhf. Altstetten Nord. Ein 3.75-Minuten-Takt kann im Bereich Bahnhofquai – Escher-Wyss-Platz aufgrund weiterer parallel verkehrender Tramlinien betrieblich nicht umgesetzt werden.
Weshalb fährt die Linie 5 nur bis Laubegg anstatt bis Albisgütli?
Die Linie 13 verkehrt 2026 während den Spitzenzeiten im 3.75’-Takt bis Albisgütli. Aufgrund dieser hohen Frequenz und der eingleisigen Wendeanlage Albisgütli kann die Linie 5 nicht auch noch bis Albisgütli fahren.
Weshalb fährt die Linie 15 nur bis Central und nicht wie gewohnt zum Bucheggplatz?
Die Linie 15 wird aufgrund der Baustelle am Bahnhofquai mit der Linie 11 verknüpft, denn die Linie 11 kann nicht an der Bahnhofstrasse wenden. Den Bucheggplatz erreichen Sie mit den Tramlinien 17 und 50 ab Stampfenbachplatz. Im ZVV-Online-Fahrplan finden Sie jederzeit die beste Verbindung.
Weshalb fährt die Linie 17 zum Bucheggplatz/Milchbuck?
Die Linie 17 wird aufgrund der Baustelle am Bahnhofquai gehindert, ihre angestammte Fahrt in Richtung Bahnhofstrasse fortzusetzen. Die nächstgelegene Wendemöglichkeit liegt am Bucheggplatz bzw. Milchbuck, weshalb die Linie 17 ihre Fahrt ab Sihlquai via Stampfenbachplatz zu diesen Zielen fortsetzt.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 2?
Die Linie 2 fährt neu nach Klusplatz, weil vom Klusplatz aus das Bedürfnis besteht, mit den dortigen Linien – also der 2 und der 3 – unterschiedlichen Zielen zu erreichen. Da das Central und der HB schon mit der Linie 3 erreicht werden, hat man sich für Linie 2 als Ersatz für die Linie 8 entschieden, da diese ebenfalls auf die andere Seite der Limmat und via Paradeplatz und Stauffacher verkehrt.
Ausserdem ist die Fahrplanlage der Linie 2 zur Linie 3 besser als heute die Linie 3 zur Linie 8, das heisst, ab Klusplatz bestehen regelmässigere Abfahrten und Ankünfte beim Tram, was insbesondere auch für die Regionallinien ab Klusplatz von Vorteil ist.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 4?
Die Linie 4 fährt neu nach Rehalp, weil die Forchstrasse weiterhin direkt an den HB angebunden sein soll. Der Weg zum HB mit der Linie 4 via Limmatquai ist dabei schneller als die heutige Streckenführung mit der Linie 11 via Bahnhofstrasse.
Ab Fahrplanwechsel 2026 fährt zudem eine zweite Linie nach Rehalp (Linie 5), allerdings vorerst ausschliesslich zur Hauptverkehrszeit, daher erhält das primäre Ziel, nämlich die Anbindung an den HB, ein besonders starkes Gewicht.
Weshalb wurde die Wendeschleife in der Rehalp nicht bereits zum Fahrplanwechsel im 25/26 fertiggestellt?
Die Umsetzung verzögerte sich, da Abklärungen mit dem Bundesamt für Verkehr, verschiedenen Verbänden und der Gemeinde Zollikon getroffen werden mussten.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 5?
Die Linie 5 fährt ab Dezember 2026 nach Albisgütli und Rehalp in der Hauptverkehrszeit (in der Nebenverkehrszeit bedient sie nur die Strecke Laubegg – Stadelhofen), weil so die Arbeitsplatzgebiete rund um den Uetlihof und den Balgrist direkt an die S-Bahnhöfe Enge und Stadelhofen angebunden sind.
Sobald die Mittel zu Verfügung gestellt werden, soll der Betrieb der Linie 5 auch tagsüber bis Rehalp erfolgen
Die Streckenführung via Paradeplatz statt Rentenanstalt erfolgt aufgrund der eingeschränkten Kapazität zwischen Bürkliplatz und Bahnhof Enge, wo aktuell nur eine Tramlinie (nämlich neu Linie 8) verkehren kann.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 8?
Die Linie 8 fährt neu via Bahnhof Enge, weil dadurch die Querverbindung Enge – Hardbrücke angeboten wird, die es bei der S-Bahn nicht gibt.
Sie fährt neu nach Kirche Fluntern, weil so die Linie 5 ersetzt werden kann, die aufgrund des Tramnetzes Süd eine neue Linienführung erhalten hat.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 11?
Sie fährt neu nach Bahnhof Tiefenbrunnen, damit das Seefeld weiterhin ohne Umsteigen an den HB und an den Paradeplatz angebunden sind (heute fährt die Linie 2 nach Paradeplatz und die Linie 4 zum Hauptbahnhof, neu wird dieses Angebot mit den Linien 11 und 15 aufrechterhalten).
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 15?
Sie fährt neu nach Bahnhof Tiefenbrunnen, weil die Linie 11 alleine nicht ausreichend Kapazitäten bieten würde.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 17?
Sie fährt ab Fahrplanwechsel 2026 in der Hauptverkehrszeit via Paradeplatz nach Bahnhof Wiedikon statt Albisgütli, weil zwischen Bahnhof Enge und Sihlcity aus Nachfragesicht nur zwei Tramlinien benötigt werden (und die Linie 5 ja zudem auch via Paradeplatz fährt. Gleichzeitig sind zwischen Paradeplatz und Bahnhofstrasse aus Kapazitätsgründen aber weiterhin fünf Linien nötig. Da das Wenden am Bahnhof Enge nicht möglich ist (weil dort bereits die Linie 6 wendet), ist der Bahnhof Wiedikon das nächstmögliche Ziel.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 35 (neu 45):
Die Linie 35 fährt ab Bahnhof Altstetten weiter nach Werdhölzli als Ersatz für die Linie 78, damit diese frei wird zur Verlängerung nach Heizenholz. Sie heisst neu 45, weil wir die Gelegenheit nutzen und Nummern systematisieren (das heisst, als langfristiges Ziel sollen alle Quartierbusse 40er-Nummern haben).
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 78:
Die Linie 78 fährt ab Bahnhof Altstetten weiter nach Heizenholz als Ersatz für die Linie 89, damit diese frei wird zu Verlängerung nach Unterengstringen. Dies hat den Vorteil, dass das Heizenholz in der Hauptverkehrszeit im 7.5-Minuten-Takt und nach 21 Uhr ebenfalls bedient wird (heute fährt die Linie 89 nur im 15-Minuten-Takt und abends besteht kein Angebot).
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 89:
Die Linie 89 fährt ab Bahnhof Altstetten weiter nach Unterengstringen und ersetzt die Linie 304, die eingestellt wird. Der Grund dafür ist, dass die Nachbargemeinden Ober- und Unterengstringen umsteigefrei ins Arbeitsplatzgebiet Kappeli/Flurstrasse angebunden werden soll.
Welche Überlegungen stecken hinter der neuen Strecke der Linie 44:
Die neue Linie 44 in Affoltern entlastet zur Hauptverkehrszeit die Linie 37 zwischen Bahnhof Affoltern und ETH Hönggerberg und erschliesst zudem das Gebiet Reckenholz anbindet, das bislang nicht per ÖV erreichbar war.
Ab wann sind die neuen Fahrpläne in den Apps des ZVV und der SBB sichtbar?
Der neue Fahrplan ist ab Mitte November 2025 auf den Apps und im Online-Fahrplan auf der Webseite einsehbar.
Tramnetz Süd
Wieso hat man mit der Umsetzung des Tramnetz Süd nicht bis nach der Baustelle Bahnhofquai zugewartet?
So kommen die weitreichenden Vorteile des Tramnetzes Süd frühestmöglich zum Tragen. Bis auf die Linie 5 kann das Tramnetz Süd – unabhängig der Baustelle Bahnhofquai – mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 vollständig eingeführt werden. Die Linien 4 und 11 hätten wegen der Baustelle ohnehin angepasst werden müssen.
Weshalb hat man das Tramnetz Süd nicht bereits zur Eröffnung des Kinderspitals hin umgesetzt?
Zum Zeitpunkt der Eröffnung des Kinderspitals standen die für die Umstellung benötigten Finanzmittel sowie die zusätzlichen Trams noch nicht zur Verfügung.
Warum werden die Baustelle Bahnhofquai und das Tramnetz Süd gleichzeitig umgesetzt?
So kommen die weitreichenden Vorteile des Tramnetzes Süd frühestmöglich zum Tragen. Dazu gehören doppelt so viele Fahrten auf der Strecke zwischen Stadelhofen und Balgrist, mehr Kapazität zwischen Enge und Bellevue durch die Tramlinie 8 sowie bessere Direktverbindungen aus den Quartieren.
Eine Verschiebung der gesamten Umsetzung des «Tramnetz Süd» auf Dezember 2026 hätte für die Fahrgäste keinen Nutzen, weil sich die Liniennetzänderungen wegen der Baustelle Bahnhofquai ohnehin auf die Tramnetz-Süd-Linien auswirken: Die Linien 4, 11 und 17 fahren übers Bahnhofquai und müssen wegen der Baustelle umgeleitet werden – unabhängig davon, ob sie im Süden noch nach altem oder schon nach neuem («Tramnetz Süd»-)Netz fahren.
Wieso braucht es einen zweigleisigen Ausbau der Wendeschleife in der Rehalp?
In der Rehalp wird eine zweigleisige Wendeschleife benötigt, damit die beiden Tramlinien 4 und 5 bis in die Rehalp fahren und wenden können, ohne sich gegenseitig zu behindern.
Warum muss wegen einer zweiten Tramlinie in der Lengg das gesamte Tramnetz im Süden umgestellt werden?
Die benötigte Kapazitätssteigerung zwischen Stadelhofen und Balgrist bietet die Möglichkeit, gleichzeitig das gesamte Tramnetz zu optimieren. Darüber hinaus werden mit dem Tramnetz Süd auch gute Grundlagen für einen weiteren Ausbau des städtischen Tramnetzes ab dem Jahr 2040 gelegt. Dazu ist ein grösserer Eingriff in das aktuelle Tramnetz erforderlich.
Warum sind die Änderungen, die das Tramnetz Süd mit sich bringt, überhaupt nötig?
Das Spitalquartier ist verkehrstechnisch sehr belastet. Die zusätzlich erwartete Verkehrsnachfrage soll vor allem durch den öffentlichen Verkehr abgewickelt werden. Um die benötigte ÖV-Kapazität zwischen Stadelhofen und Balgrist in den Stosszeiten zu erhöhen, erfolgt der Ausbau des Tramangebots.
Wieso konnte – wie einst angedacht – nicht einfach die Linie 15 verlängert werden?
Eine Verlängerung der Linie 15 erwies sich in der Detailplanung u.a. aus Fahrplanstabilitätsgründen als nicht umsetzbar. Zudem bietet die Linie 5 eine attraktive Direktverbindung zum Bahnhof Enge, wo Umsteigemöglichkeiten auf S-Bahnen und Postautos bestehen.
Welche Rolle spielt der öffentliche Verkehr zur Beschränkung des Autoverkehrs im Spitalquartier?
Der Kantonsrat hat die Anzahl Autofahrten in die Lengg werktags auf 11’600 begrenzt. Damit der Fahrtendeckel eingehalten werden kann, haben die Kliniken zusammen mit dem Kanton und der Stadt ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Gemeinsam wollen sie alle Beteiligten zum Umstieg auf Bus, Tram oder Velo motivieren. Die VBZ reagieren mit dem Tramnetz Süd auf dieses Bedürfnis.
Wieso hält die Linie 8 nicht mehr an der Stockerstrasse?
Die Haltestelle Stockerstrasse im Bleicherweg kann nicht mehr bedient werden, weil die Linie 8 eine neue Strecke befährt. Vom Hardturm kommend, ab Bahnhof Selnau zum Bahnhof Enge und von dort auf der bisherigen Strecke der Linie 5 nach Fluntern.
Wie viele Personen profitieren von der Umstellung – und wie viele Personen erleiden einen Nachteil?
Das lässt sich nicht exakt beziffern. Es ist jedoch eine deutliche Mehrheit der Fahrgäste, die von den neuen Verbindungen profitieren wird. Laut Berechnungen der VBZ liegt das Verhältnis bei ca. 6:1. Heisst: Es profitieren sechs Mal mehr Kundinnen und Kunden gegenüber jenen, die künftig Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.
Was verbessert sich an der Forchstrasse bzw. für das Gebiet Lengg konkret?
Während dem Fahrplanjahr 2026 erhöhen die VBZ die ÖV-Kapazität mit der Linie 4, die während den Spitzenzeiten alle 3.75 Minuten verkehrt. Zuvor fuhr die Linie 11 auf dieser Strecke mit einem 7.5-Minuten-Takt.
Wann und wie sind die Quartiere in die Planung miteinbezogen worden?
Die Quartiervereine wurden im Jahr 2023 einbezogen und haben das Liniennetz in Workshops massgeblich mitgestaltet.
Mit welchem Geld finanzieren die VBZ das?
Das Fahrplanangebot – das heisst Fahrplanmassnahmen, Leistungserweiterungen, Anpassungen der Infrastruktur etc. – ist über den ZVV finanziert.
Welche Zwecke bzw. Ziele verfolgt der Ausbau des öV in der Stadt Zürich grundsätzlich?
Der öffentliche Verkehr in Zürich wird laufend verbessert, um die Stadtquartiere besser untereinander und mit dem übergeordneten Bahnnetz zu verknüpfen. So wird auch der Polyzentrik (Innenstadt, Altstetten, Oerlikon) Rechnung getragen. Da immer mehr Menschen den öffentlichen Verkehr nutzen, braucht es mehr Kapazitäten, um die wachsende Nachfrage zu bewältigen. Ziel ist es, den ÖV so auszubauen, dass er auch in Zukunft eine zentrale Rolle für die Lebensqualität in Zürich spielt. Mehr Informationen dazu gibt’s unter vbz2040.ch.
Baustelle Bahnhofquai
Was wird am Bahnhofquai im 2026 gebaut?
Die denkmalgeschützte Tramhaltestelle Bahnhofquai wird altersbedingt instandgesetzt, hindernisfrei ausgebaut und die Wartehallen werden erweitert. Dazu muss ein kleiner Teil der bestehenden Wartehallen abgebrochen und die zwei Fahrspuren auf Seite HB einschliesslich der Stützmauern der Unterführung Bahnhofquai müssen teilweise um rund 1,2 Meter in Richtung Hauptbahnhof verschoben werden. Altersbedingt müssen die Gleise zwischen den Wartehallen erneuert und an die neue Lage der hindernisfreien Haltekanten und die erweiterten Wartehallen angepasst werden. Nach dem Gleisbau folgt die Sanierung der verbleibenden und der Hochbau der neuen Wartehallendächer auf der Seite Landesmuseum. Zudem wird der Haltestellen-Kiosk in alter Lage durch einen Neubau ersetzt. Anschliessend werden die Tram-Fahrleitungen an die neue Gleislage angepasst und erneuert. Ausserdem werden die Anlagen für die neue Verkehrssituation wie zum Beispiel Lichtsignalanlagen angepasst und die Haltestelle mit Sitzbänken, Linienanzeigen, Ticketautomaten, Infostehlen und einer Anzeige für die Haltepositionen der einzelnen Tramlinien ausgestattet. Das Bauprogramm sieht folgendermassen aus:
– Anfang Januar: Abbruch- und Strassenbauarbeiten
– April–Mai: Gleisbauarbeiten
– Ab Juni: Hochbauarbeiten
– Ab Oktober/November: Kioskbau und Ausrüstung der Haltestelle
– Fertigstellungsarbeiten bis Mitte Dezember 2026
Wieso wurde beim Bahnhofquai zwischen Sihlquai und Stampfenbachplatz keine Ersatzhaltestelle eingerichtet?
Die Möglichkeit einer Ersatzhaltestelle wurde eingehend geprüft. Diese müsste Richtung Stampfenbachplatz auf der Walchebrücke platziert werden. Das würde jedoch bedeuten, dass die Fahrgäste über die Fahrbahn ein- und aussteigen müssten. Damit würde der starke Verkehr um den HB etwa alle 2.5 Minuten blockiert, was erhebliche negative Auswirkungen auf das Gesamtverkehrssystem hätte. Auch könnten gefährliche Situationen für die Fahrgäste entstehen.
In der Gegenrichtung müsste die Ersatzhaltestelle in der Fahrspur vor dem Landesmuseum bei der Unterführung Bahnhofquai zu liegen kommen. Auch bei dieser Haltestelle würden die oben genannten Nachteile entstehen. Zudem würden beide Ersatzhaltestellen nicht den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes gelten entsprechen. Basierend auf diesen Gründen wurde entschieden, dass keine Ersatzhaltestellen umgesetzt werden können. Wir empfehlen daher, die Haltestellen Stampfenbachplatz oder Sihlquai/HB zu verwenden beziehungsweise im Online-Fahrplan alternative Verbindungen zu prüfen.
Warum wurde das Tramnetz getrennt? Können Sie nicht über das Neumühlequai fahren?
Nein, im Neumühlequai gibt es das Gleis nur in einer Richtung, damit sind keine sinnvollen Umleitungen möglich. Das Tramnetz ist streng genommen auch nicht vollständig getrennt, die Verbindung Süd-Nord ist via Linie 7 ja weiterhin möglich. Im Westen ist zudem mit der Verbindung über die Hardbrücke ebenfalls der Wechsel vom «nördlichen» zum «südlichen» Teilnetz möglich.
Was empfehlen Sie Fahrgästen, die nicht gut zu Fuss sind und ins Niederdorf wollen?
Möchte man nur eine Strecke im Norden oder im Süden des HB fahren, sind die Verbindungen mit Tram und Bus gewährleistet. Einzig der Wechsel von der Nord- zur Südseite des Hauptbahnhofs ist erschwert. Für Personen, die nicht gut zu Fuss unterwegs sind, empfehlen wir, entweder über den Schaffhauserplatz (Linie 7), Limmatplatz (Linie 32) oder via Escher-Wyss-Platz (Linie 8) zu fahren. Dort bestehen jeweils Querverbindungen. Der Onlinefahrplan zeigt für die individuelle Situation die beste Verbindung an. Dieser kann beispielsweise auch via Bahnhof Stadelhofen erfolgen.
Wieso werden die zwei neuen Baulinien 50 und 51 eingeführt und keine bestehenden Liniennummern verwendet?
Da die Trams das Bahnhofquai während der Bauarbeiten nicht befahren können, werden die über das Bahnhofquai verkehrenden Tramlinien aufgeteilt. Für eine klare und verständliche Information der Fahrgäste verzichten wir darauf, die gleiche Tramliniennummer auf zwei getrennten Abschnitten zu verwenden. Die Linien 50 und 51 sind nur während der Bauphase im Einsatz.
Zwischen Sihlquai und Bahnhofplatz/Bahnhofstrasse bzw. Central sind lange Wege für den Umstieg nötig. Wieso kann dies nicht anders gelöst werden?
Da eine Überquerung des Bahnhofsquais wegen der Baustelle nicht möglich ist, musste das Tramnetz in ein Nord- und ein Südnetz aufgeteilt werden.
Für die Weiterfahrt ist deshalb oft ein Fussweg um oder durch den Hauptbahnhof nötig. Fahrgästen, die den Weg nicht zu Fuss zurücklegen können, empfehlen wir, mit den Tramlinien nördlich des Bahnhofs bis Schaffhauserplatz zu fahren und dort auf die Tramlinie 7 Richtung Central umzusteigen. Die Reise dauert damit länger, dafür sind einfache Umstiege ohne längere Fusswege möglich. Wir empfehlen ebenfalls, im Online-Fahrplan alternative Verbindungen zu prüfen.
Wieso wird das Tramnetz Süd im Dezember 2025 nicht komplett umgesetzt?
Durch die einjährige Baustelle am Bahnhofquai sind die betroffenen Tramlinien für ein Jahr aufgeteilt. Südlich und östlich des Bellevues fahren die Trams mit Ausnahme der Linie 5 aber vollständig auf den neuen Linienfahrwegen.
Wieso ist das Bahnhofquai ein ganzes Jahr gesperrt. Können die Bauarbeiten nicht schneller vorangetrieben werden?
Die Bauarbeiten gestalten sich aufgrund der speziellen Lage besonders anspruchsvoll: Für den barrierefreien Ausbau muss die Strasse auf Seite HB näher an das Bahnhofsgebäude verschoben werden, die Zufahrt für die Zentrale Anlieferung HB muss jederzeit gewährleistet bleiben und die beiden Röhren der Unterführung Bahnhofquai können aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der Versorgungssicherheit für die Innenstadt nicht gesperrt werden. Sowohl der Denkmalschutz als auch das teilweise unter der Haltestelle liegende ShopVille und der VBZ-Stützpunkt erfordern vorsichtiges, aufwendiges Bauen. Aus Sicherheitsgründen dürfen sich während der gesamten Bauzeit keine Fahrgäste im Baustellenbereich aufhalten. Zudem müssen die Fahrleitungen wegen der engen Platzverhältnisse und der VBZ-Sicherheitsbestimmungen ausgeschaltet und demontiert werden. Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Sanierung nur unter Trambetriebseinstellung möglich. Die Bauarbeiten werden im Zweischicht-Betrieb ausgeführt, eine weitere Beschleunigung ist nicht möglich. Viele Arbeiten können wegen der speziellen Lage zwischen den beiden Hauptverkehrsachsen (Bahnhofquai stadteinwärts und stadtauswärts) aus Verkehrssicherheitsgründen nur nachts ausgeführt werden. Auch Verzögerungen, die bei so komplexen Baustellen immer vorkommen können, müssen bei der Planung einberechnet werden.

